Direkt zum Inhalt

Hörsaal der TU Dresden bestzt

Seit 09.11.2009 17:00 Uhr halten Studierende den Hörsaal 81 des Potthoff-Baus der TU Dresden besetzt. Die Studierenden versammelten sich spontan, um Forderungen auszuarbeiten und diesen durch die Besetzung Ausdruck zu verleihen. Konkret wird mehr studentische Mitbestimmung in allen universitären Organen gefordert. Zusätzlich fordern sie mehr Geld für Bildung, um eine bessere räumliche und personelle Ausstattung zu gewährleisten. Dazu erklärt eine Studentin “Wir wollen eine bessere Umsetzung des Bologna-Prozesses und seiner Grundideen!” Dabei sind die Professoren und Professorinnen auf der Seite der Studierenden und verlegen ihre Veranstaltungen, die im Hörsaal stattfänden.
Jeden Tag finden Veranstaltungen und am Abend ein Plenum statt. Heute um 19:00 Uhr wird es eine Debatte mit der Konferenz sächsischer Studierenden geben.
Die Bewegung ist international vernetzt. Seit ca. 3 Wochen wird die Uni Wien besetzt. In Deutschland gab es Besetzungen an der Uni Tübingen, der Uni Potsdam, der Uni Münster. Ingesamt sind in Österreich, Italien und Deutschland 17 Universitäten besetzt.
Die Studierenden rufen alle Menschen dazu auf, die Besetzung zu unterstützen.

Tel.: 0173 944 88 95
Mail: presse at bildungsstreik-dresden.de
Twitter: @bsdresden
Web: http://www.bildungsstreik-dresden.de

Update 10.11.2009: Produktivität der Student_innen bis tief in die Nacht

Die von den Studierenden initiierte Besetzung des Potthoffbaus der TU Dresden konnte auch heute, den 10.11.2009, weiterhin gehalten werden. Den Abend und die Nacht über wurde aufgrund eines großen Plenums ein anfängliches Thesenpapier entworfen. Darin werden Forderungen gestellt, die eine Basis für das weitere Vorgehen sein sollen. Verschiedene Arbeitsgruppen sollen zum Teil die bisher erarbeiteten Thesen konkretisieren und öffentliche Aktionen planen.
Zum Rahmenprogramm gehörte heute ein Vortrag von Thomas Oerting über die Koalitionsbeschlüsse von CDU und FDP. Die anschließende Diskussion lieferte genügend Zündstoff für die weitere konstruktive Arbeit an der langfristigen Verbesserung der momentanen Studien- bzw. Bildungsprobleme. Es soll weiterhin mobilisiert werden, um eine größere Präsenz zu zeigen und eine bundesweite Vernetzung der Universitäten soll das Ziel sein.

 
18.05.2014 - 22:24