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Heidelberger Medizinstudenten gehen wieder auf die Straße

Heidelberger Mediziner auf der Straße

Die Heidelberger Fachschaft Medizin ging am 21. Mai 2014 erneut für eine bessere Hochschulfinanzierung und Lehre auf die Straße. Zuvor hatte sie mit der Fachschaft Medizin Tübingen am 28. April 2014 zur Demonstration und Kundgebung in Stuttgart aufgerufen und mit mehr als 1.000 Medizinstudenten*innen aus ganz Baden-Württemberg lauthals verkündet, dass eine gute Finanzierung der Universitäten und Hochschulen von größter Bedeutung für die Lehre ist. Sie riefen in Anwesenheit der Ministerialdirektorin des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst mehrmals "An unserer Lehre sparen heißt an Ihrer Gesundheit sparen!".

Am 21. Mai 2014 organsierte die Fachschaft Medizin in Heidelberg eine Demonstration vom Bismarckplatz über die Hauptstraße zur Neuen Universität, wo die Kundgebung des Rektorats mit einem Redebeitrag der Fachschaft Medizin Heidelberg und Verdi vor ca. 2.000 versammelten Menschen stattfand. Mehr als 400 Heidelberger Medizinstudenten*innen demonstrierten auf der Hauptstraße und machten die belebte Einkaufsstraße auf dem Weg zur Kundgebung auf die schlecht finanzierte Lehre an ihrer Universität aufmerksam.

Rektor Bernhard Eitel betonte während seiner Ansprache, dass es erfreulich sei, dass Studenten und Rektorat nach langer Zeit wieder am selben Strang ziehen würden und dass Baden-Württembergs Universitäten in Zukunft ganze Institute und Fakultäten zu schließen hätten, wenn die Politik nicht endlich zur Vernunft käme. Özden Dogan, Koordinator der Fachschaft Medizin Heidelberg, zeigte sich zwar ebenfalls erfreut, dass man sich mit der Universitätsverwaltung bei diesem Thema zum größten Teil einig sei, aber die Forderungen des Rektorats und der Medizinstudenten sich an einigen Stellen unterscheiden würden: Eine Überführung der Zweitmittel in die Grundfinanzierung, wie es die Landesrektorenkonferenz Baden-Württemberg fordert, käme aus Sicht der Studenten keineswegs in Frage. Man werde so lange auf die Straße gehen und eine hohe Lehrqualität fordern, bis den Lippenbekenntnissen der Politik endlich Taten folgten.