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"Kürzer geht's nicht! Bildung braucht Zukunft"

AUFRUF ZUR DEMONSTRATION
„Kürzer geht’s nicht! Bildung braucht Zukunft.“ am 25. Juni 2014 in Leipzig
Was sind heutzutage Kitas, Schulen, Hochschulen, Jugend- und Sozialarbeit oder Kultur noch wert?

Nicht viel, wenn es nach den Plänen der sächsischen Staatsregierung geht. Seit 2010 gibt es nur ein erklärtes Staatsziel: Den Abbau von 17.000 Stellen im sächsischen Landeshaushalt. Aber nicht nur in Sachsen wird an der Bildung Raubbau betrieben, auch in Sachsen-Anhalt und Thüringen streitet man um künftige Investitionen.

Wer heute kürzt, setzt damit die Zukunft aller Menschen aufs Spiel. Bildung ist Zukunft! Unser Kulturerbe, die Hochschulen sowie die Schulen vor Ort tragen zur Attraktivität bei, können Abwanderung verhindern und sichern somit das Fundament für die weitere Entwicklung der Regionen.

Dabei sind die Kürzungen keineswegs alternativlos, so wie es die Regierungen darstellen. Mit der Schuldenbremse hat man sich selbst verpflichtet, lässt aber Gestaltungsspielräume für ein gerechteres Steuersystem außen vor. Und selbst bei der Bund-Länder-Finanzierung für Bildungsaufgaben wird blockiert anstatt kooperiert: Wir fordern daher die Aufhebung des Kooperationsverbotes, damit Bildung endlich von Kommunen, Ländern und Bund solidarisch finanziert werden kann.

Im Freistaat Sachsen muss es einen Wandel geben, hierfür besteht am 31. August 2014 die Chance. Wir fordern von der künftigen Landesregierung:

• Die Ausfinanzierung aller Bildungsinstitutionen: Kitas, Schulen, Hochschulen, Studierendenwerke sind mehr wert!
• Sachsens Hochschulen sind chronisch unterfinanziert:

• Eine Anhebung von derzeit 6.350 Euro je Student*in auf den Bundesdurchschnitt von 6.830 Euro je Student*in ist erforderlich.
• Die Rücknahme der Kürzung von 1.042 Stellen im Wissenschaftsbereich ist unumgänglich.
• Drittmittel dürfen nicht länger zur Kompensation einer fehlenden Grundfinanzierung eingesetzt werden.

• Sachsens Schulen brauchen mehr Eigenverantwortung und Personal vor Ort, um – auch im ländlichen Raum – als Bildungszentren fungieren zu können. Ebenso muss Schulsozialarbeit an allen Schulen mit Landesunterstützung ermöglicht werden.
• Investitionen in Bildungsinfrastruktur: Nur in modernen Gebäuden mit entsprechender technischer Ausstattung wird ein angemessenes Lehr- und Lernumfeld geschaffen.
• Prekäre Beschäftigungsverhältnisse auflösen und für verlässliche sozialversicherungspflichtige Jobperspektiven sorgen. Egal ob als Honorarkraft oder Lehrbeauftragte*r an einer Musikschule, einem Sprachenzentrum, einem Bildungsverein oder Hochschule, Befristungen, Zwang zur Teilzeit, Zwang zur Scheinselbstständigkeit und schlechte Bezahlung müssen enden.

Bildung ist Zukunft. Zukunft muss perspektivisch gedacht werden, daher fordern wir auch die Überarbeitung der Entwicklungspläne und Gesetzgebung für Schulen und Hochschulen. Nur wer auf Augenhöhe mitentscheiden darf, kann gemeinsam unsere Zukunft bestimmen.
BILDUNG BRAUCHT ZUKUNFT, DESHALB JETZT INVESTIEREN, DENN:

KÜRZER GEHT’S NICHT!

 
19.06.2014 - 21:15